Ein tierischer Verwaltungsaufwand

Erstellt von 20. Dezember 2011

Wer an einer Sache besonders hängt kommt nicht umhin, seiner Leidenschaft die richtige Grundlage zu verschaffen. Wenn jemand sich z.B. für den Modellbau interessiert, muss vieles nach Plan organisieren, zurechtarbeiten und darf dabei nicht die Übersicht verlieren, bevor er auch nur ein Teil in das andere steckt, um schlussendlich zum Ziel zu kommen. Nicht anders geht es auch mir. Würde ich mich nicht regelmäßig vor den Schreibtisch setzen, könnte meine große Haltung so nicht existieren. Auch wenn es wenig Spaß macht, ist es doch notwendig. Und so habe ich ein kleines Ritual entwickelt, um meiner Unlust hierbei Herr zu werden.
Zuerst kümmere ich mich um die neuen Würfe. Ich schaue nach, ob alles in Ordnung ist, mache Sauber, stelle Futter bereit. Und im Sommer spanne ich das Sonnensegel auf, damit Haseneltern und -Kinder ein wenig Schatten bekommen. Danach kommen die Kranken dran. Zu diesem Zeitpunkt sind die erwachsenen und gesunden Tiere meist schon versorgt. Bei dieser Gelegenheit wird dann Inventur gemacht, ob noch alles in ausreichendem Maße vorhanden ist: Ist genug Streu vorhanden, genug Futter? Mit dieser Liste in der Tasche setze ich einen Kaffee auf. Während dieser dann kocht, hole ich noch etwas Backwerk und überprüfe, ob noch genug Toner hp vorhanden ist.

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen und sitze ich mit Kaffee vorm PC, hole ich meine Notizen heraus und bearbeite diese in der Reihenfolge, in welcher ich sie erstellt habe. Erst die Erwachsenen und Gesunden, dann die Frischlinge und zu guter Letzt die Kranken. Grundbedürfnisse zuerst, Besondere zum Schluss. Jeder Posten wird noch mit dem Betrag versehen, welchen er voraussichtlich kosten wird, damit mich am POS Terminal keine böse Überraschung erwartet. Dieses Ritual findet zwei Mal in der Woche statt, am Dienstag und am Donnerstag. Die Entsprechenden Besorgungen zu den Kalkulationen werden dann immer am Samstag erledigt.

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